
Das Weltraumlabor Columbus

Logbuch

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Wer hätte gedacht, dass Weltraummüll so viele Fragen aufwerfen
würde?
Teilchen, die beim Aufschlag auf Metall die Wirkung einer Handgranate haben,
aber nur 1 cm groß sind, fliegen mit einer Geschwindigkeit von bis zu
17 km/sec durch den Weltraum und gefährden so jeden Forschungskörper,
der dort seine Arbeit verrichtet. So zum Beispiel die ISS. Doch wie kann man
diese Kollisionen vermindern oder gar verhindern?
Um dieses näher zu untersuchen, fuhren vergangene Woche sieben berliner
Jugendliche nach Bremen zu EADS SPACE Transportation und bekamen technische
Geräte zu sehen, welche der Öffentlichkeit nie zugänglich sein
werden.
Unsere Aufgabe war es, sich mit dem Thema "Weltraummüll" auseinander
zu setzen.
Am nächsten Morgen erfolgte der Transfer zum EADS-Gelände.
Nach einem Briefing zum Thema "Columbus-Logbuch", welches uns die
nächsten Tage näher erläuterte, hörten wir Vorträge
zu den verschiedenen Themen.
Wir teilten uns in drei Zweier-Gruppen auf, wobei jede Gruppe ein anderes Thema
zugeteilt bekam. Alle Themen gehörten jedoch zu dem Hauptkomplex "Weltraummüll".
Timo Dreger (19) und Johann Preuß (17) übernahmen das Thema "Weltraummüll",
Gabriele Pätsch(17) und Silvia Rohr (18) schrieben zum Thema "Integration/Test/Material
Schutzschild" und Jekaterina Kisseleva (16) übernahm zusammen mit
Ricarda Bolz (18) das Thema "Schutzschild des Columbus-Moduls". Florian
Hommeyer (17) übernahm die Aufgabe der Aufzeichnung dieser drei Tage mit
einer Kamera. Nach dem Mittagessen besichtigten wir das Columbus-Modul, welches
im Oktober 2004 von dem amerikanischen Weltraumbahnhof Cape Canaveral zur Internationalen
Raumstation ISS transportiert werden soll. In Schutzbekleidung betraten wir
den Cleanroom und besichtigten das Modul aus nächster Nähe.
Der Cleanroom ist ein Raum, in dem alles so gut wie möglich steril gehalten
wird um evtl. aufkommende Störungen durch Feuchtigkeit oder Schmutz zu
verhindern.
Danach hörten wir einen Vortrag zum Thema "Weltraummüll/Meteoritenschutz"
der sehr aufschlussreich über das Thema informierte.
Am nächsten Tag wurden wir von der Morgenpost-Redakteurin Frau Keseling
in die journalistische Arbeit eingeführt, da wir nun die schriftlichen
Arbeiten zu erledigen hatten. Jede Gruppe hatte sich bei den Vorträgen
und im Cleanroom selbst Stichpunkte gemacht und sollte diese nun in lesbare
Form bringen! Bei dieser Arbeit zeigte sich, wer kreatives Schreiben beherrscht,
sodass zum Schluss eine Geschichte entstand, die sich um das Thema "Weltraummüll"
drehte.
Der 14-jährige Tim kämpft sich in seinem Besuch bei EADS durch die
Fragen dieser hochkomplizierten Technik. Doch auch für uns war es nicht
sehr einfach. Zu viele technische Begriffe und Fremdwörter wurden verwendet,
welche wir uns erst einmal lassen übersetzen mussten um sie zu verstehen.
Am Nachmittag erfolgte noch eine Redaktionskonferenz, bei der wir unsere schriftlichen
Fassungen vorstellten. Danach wurden die Endfassungen erstellt, sodass die schriftliche
Arbeit bald beendet werden konnte.
Es waren drei sehr aufschlussreich Tage, bei denen wir tiefe Einblicke in die
Welt der Weltraumforschung gewannen.
Florian Hommeyer
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