
Das Weltraumlabor Columbus

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Die Marketingwelt der BEOS Space Operators
Drei Meter hoher Schnee, -40°C eisige Kälte und ein von 10-Mann bewohntes
Zelt in der russischen Steppe. Wer denkt bei dieser Szenerie schon an Raumfahrt?
Doch genau darum geht es in der Marketingwelt von BEOS, einer Tochterfirma der
EADS Space Transportation. Die Kunden haben die verlockende Möglichkeit,
die Welt der Raumfahrt kennen zu lernen und dem unerreichbar scheinenden Weltraum
ein Stückchen näher zu kommen.
Workshops und Gruppenevents rund um die Raumfahrt und die Internationale Raumfahrtstation
(ISS) bilden den sanften Einstieg in ein für die Kunden unbekanntes Gebiet,
das gemeinsam erforscht werden soll. Zusätzlich bietet die BEOS Space Operators
eine Besichtigung der Bremer Raumfahrt-Unternehmen und -Institute, wie zum Beispiel
dem Fallturm oder der Flugsimulator und die Besichtigung des Flughafens. Der
146 Meter hohe Fallturm dient Experimenten unter Schwerelosigkeit.
Außer diesen Einführungs-Veranstaltungen können Kunden ihre
herausragenden Mitarbeiter mit verschiedenen Astronautenprogrammen belohnen
(Incentives). So können sie unter anderem hohe Beschleunigungen in der
Zentrifuge erfahren und Bewegungsabläufe unter Schwerelosigkeit trainieren.
Um dem Kunden ein besonderes Flair von Abenteuer zu vermitteln, werden diese
Incentives auch in Form von Überlebenstrainings (zum Teil gemeinsam mit
den Astronauten) durchgeführt. Der Teilnehmer erlebt unter Extrembedingungen
ein Abenteuer, das er nicht so schnell vergisst. Er muss Wind und Wetter standhalten,
sich eisiger Kälte und brennender Hitze widersetzen und seine Disziplin
und Ausdauer unter Beweis stellen. An die Teilnehmer werden die gleichen Anforderungen
gestellt wie an echte Astronauten. Doch hier endet der Spaß nicht; denn
dem Erlebnishungrigen stehen auch Parabelflüge offen. Nach einem steilen
Aufstieg in 6800 Meter Höhe erlebt der Normalsterbliche dabei ein Gefühl,
das sonst nur Astronauten beflügelt. Für ca. 25 Sekunden befindet
er sich in einem Zustand der Schwerelosigkeit, die ihn während dieser Zeit
durch die gepolsterte Kabine fliegen lässt. Dieses unvergessliche Ereignis
wird in Russland, den USA und Frankreich angeboten.
Wer lieber auf dem Boden bleiben möchte, kann überall auf der Welt
Raketenstarts "live" miterleben. Neben Beobachtung des eigentlichen
Raketenstarts, können die Kontrollzentren besichtigt werden. Außergewöhnliche
Erfahrungen sind dabei auch die Teilnahme an Pressekonferenzen und Gespräche
mit den Astronauten.
Auch Liveschaltungen zur ISS sind möglich. Bei Jubiläumsfeiern kann
man live mit den Astronauten kommunizieren und auf diese Weise Einblicke in
das faszinierende "Leben im Weltall" gewinnen.
Wer es sich leisten kann mal vorbeizuschauen, fliegt wie der Amerikaner Dennis
Tito als Weltraumtourist zur ISS. Mit 25 Millionen Dollar ist jeder dabei!
Laura Holga und Nina Reiswich
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| Parabelflug. Foto: NASA |
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