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Das Weltraumlabor Columbus

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Mission Possible

Der Weg zum Mond und weiter …


20. Februar 1962. Three - two - one - Lift off! Die Erde bebt. "Mercury 6" schießt aus Wasserdampfwolken steil in die Höhe. Direkt Richtung Weltraum. Ein problemloser Start. Bald ist die Raumkapsel nur noch ein heller Punkt am Himmel - fast wie ein Stern. An Bord: John Glenn. Er ist der erste Amerikaner auf dem Weg ins All. Aber nicht der erste Mensch: Der Russe Yuri Gagarin war ihm 1961 zuvorgekommen. Nicht leicht zu verkraften für eine stolze Nation.
Das Mercury-Projekt von 1958 bis 1963 war das erste der Amerikaner in der bemannten Raumfahrt. Das Ziel war für damalige Verhältnisse sehr hoch gesteckt. Erstmals in der Geschichte sollte ein bemanntes Raumschiff in die Erdumlaufbahn gebracht werden. Doch war noch vieles unklar: Wie reagiert der menschliche Organismus auf die Schwerelosigkeit? Wird es in schon nach kurzer Zeit zu bleibenden Schäden beim Menschen kommen? Fragen, auf die Antworten gefunden werden mussten, bevor 1969 der erste Mensch auf dem Mond landen konnte.
Dabei hatten die Amerikaner auch Rückschläge zu verkraften. Zur ersten großen Tragödie kam es im Januar 1967. In der Startanlage der "Apollo 1" brach ein Feuer aus, das drei Astronauten das Leben kostete. Gelungenere Missionen folgten, so dass das inmitten des Kalten Krieges von J. F. Kennedy initiierte Apollo-Programm doch noch zum Erfolg geführt wurde. "That's one small step for a man, one giant leap for mankind", lautet der oft zitierte Ausspruch Neil Armstrongs. Am 19. Juli 1969 um 22.56 Uhr hatte er seinen Fuß auf den bisher für Menschen unerreichbaren Erdtrabanten gesetzt - die wohl herausragendste Leistung in der bemannten Raumfahrt.
Sechs Apollo-Missionen verliefen komplikationslos. Nur - Unglückszahl! - die Mission der Apollo 13 scheiterte, weil ein Sauerstofftank explodierte. "Houston, wir haben ein Problem", funkte die Besatzung schon fast legendär zur Erde und konnte sich letztlich doch selbst helfen: Die Astronauten schafften es, aus Dingen wie Filtern, Teilen von Raumanzügen oder Klebeband eine Luftaufbereitungsanlage zu bauen somit ihr eigenes Leben zu retten. Nach einem Mondumflug trat die Apollo 13 wieder in die Erdumlaufbahn ein und landete im Pazifik. "My God, it´s good to be back home again", verkündete der Commander und gab damit ein Lebenszeichen. Die Apollo 13-Mission ging als "succesful failur" in die Weltraumgeschichte ein.
Bis zum 15. Juli 1975 standen die Weltmächte USA und UdSSR in Konkurrenz. Dann begann man Weltraum-Rendezvous: zuerst als Friedenssymbol und nach Ende des Kalten Krieges für gemeinsame Forschungszwecke. Neue Projekte wurden ins Leben gerufen, unter anderem das Sojus-Testprogramm "ASTP".
Am 14. Mai 1973 startete die "Saturn V"-Rakete mit dem "Skylab" - einem Weltraumforschungslabor. Schon während der ersten Minuten der Flugphase gab es Probleme: Ein Sonnenkollektor und ein Meteoritenschutzschild gingen verloren. Die Astronauten mussten sich wie ein "Hähnchen in der Mikrowelle" fühlen, da das Labor stark aufgeheizt wurde. Da es teilweise repariert werden konnte, wurde "Skylab" erst im Juli 1979 über dem Indischen Ozean zum kontrollierten Absturz gebracht.
Die Astronauten arbeiteten an Langzeittests und erforschten beispielsweise ohne störende Erdatmosphäre das Protein-Wachstum. 300 weitere Experimente wurden hauptsächlich mit dem "Mensch als Laborratte" durchgeführt. Durch Skylab hatte man jetzt den Beweis: Menschen können auch für längere Zeit im All überleben. Astronomische Beobachtungen und Erdbeobachtungen kamen auch nicht zu kurz.
Die Amerikaner haben den größten Anteil am Projekt "ISS" - der internationalen Weltraumstation, die 1998 ins Weltall startete. Russen und Europäer beteiligen sich ebenfalls, doch der Großteil der Ausgaben wird von den Amerikanern beglichen. Aber Geld ist nicht alles, man muss auch neue Ideen haben. Und so wird Forschung nie ein Ende haben - immer wieder wird es heißen: three - two - one - go on.

Josephin Vorwerk und Anja Meyer

Astronauten der Mercury-Mission. Foto: NASA




Amerikanische Apollo-Rakete. Foto: NASA




Russische Sojus-Rakete. Foto: DLR
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